Mittwoch, 26. März 2008

Geschichten aus dem Alltag: Holi Day


http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=5405812
Letztes Wochenende sind war nach Hyderabad gefahren, wir sind am Donnerstag, am Frühen Abende los, denn der Freitag war hier ein Feiertag, dafür aber der Ostermontag nicht. Genau als wir VIT verlassen wollten hat es fürchterlichst zum schütten angefangen und wenn es hier schüttet dann kommt wirklich alles runter was nur geht. Wir sind dann im strömenden Regen mit der Rikscha, die natürlich links und rechts offen ist am Bahnhof waschelnaß angekommen und unser Zug war weg – er ist püntklich abgefahren, was normalerweise ein Fremdwort ist, denn hier gibt’s eine andere Zeitrechnung, aber na ja so mussten wir am Bahnhof 4 Stunden warten, denn die einzige andere Alternative wäre der Bus gewesen, aber 13 Stunden in einem Bus sitzen, ist echt die Horrorvorstellung für mich. Als wir dann endlich am nächsten Tag zu Mittag in Hyderabad angekommen sind, konnten wir den Studtenkollegen von Simon und Steffen nicht erreichen, der eigentlich versprochen hatte alles in Hyderabad zu organisieren und haben uns dann selber ein Hotel gesucht. War echt super, 400 Rps (7 €)per Nacht und Zimmer, war sauber und hat sogar warmes Wasser und TV gehabt.
Leider Gottes hat sich der Regen fortgesetzt und bei der Fahrt zum Hotel sind wir zwar mit einem geilen Kübelwagen gefahren, der komplett offen war, aber bei dem plötzlichen Regen war er dann doch nicht mehr so cool sondern eher wet, denn wir sind wiedereinmal ziemlich durchnässt worden.
Nach unserem Abendessen, sind wir bei der Suche nach einem netten Pub, darüber aufgeklärt worden, dass auf Grund des Holi Feiertages am Samstag alles zu hat, denn die Inder “getting crazy with to much alcohol“ wurde uns von Indern erklärt. Die Inder verwenden den Alcohol wirkich nur als Mittel zum Zweck, um besoffn zu werden, das Wort geniessen kennen sie in diesem Zusammenhang nicht, darum sind die Sicherheitsmassnahmen erforderlich. Aber wie überall, gibt es auch hier Schlupflöcher und so haben wir dann doch, zumindest ein Bier fürs Hotel, auftreiben können.Und dann war es soweit – es war der HOLI DAY.
Wir sind schon bei der Fahr zum Frühstück, vielen “farbigen“ Indern begegnet und bei der Besichtigung der berühmten Buddhastatue, die im See, der sich in der Mitte der Stadt befindet, sind wir von einer indischen Familie mit Farbpulver beschmiert worden. Sie haben uns einfach das Farbpulver ins Gsicht geschmiert. Wir waren daraufhin den ganzen Tag die Sensation, die Weißen die beim Holi Brauch mitmachen. Wir haben wirkich überall die komplett eingefärbeten Leute gesehen, konnten auch eine kleine Farbschlacht, mit dem im Wsser aufgelösten Farben beobachten. Aber leider Gottes wird dieses Fest mehr im Norden gefeiert, dort tanzen die Leute auf den Strassen, beschmeissen sich Kübelweise mit Farbwasser und schmeissen die Farbpulver in die Menge. Wir haben somit nur einen kleinen Teil des Brauches miterleben können, war aber trotzdem lustig überall die eingefärbten gut gelauntetn Menschen zu treffen, die ständig “Happy Holi“ gerufen haben, war eine ziemlich ausgelassene Stimmung.
Für nächstes Jahr werde ich diverse Farbpulver mitnehem und ein großes Holi-Fest organisieren, aber dann ordentlich, mit beschmeissen usw., also alte Kleidung aufheben!!!
Der große Nachteil vom Holi Day ist nur, dass alles geschlosen hat, wir konnten nicht wirkich was besichtigen und sind darum zu den Filmstudios gefahren, war das Einzige was offen war. Die Besichtigung war aber eher wie ein Besuch eines Rummelplatzes, es war aber lustig und wir hatten viel Spaß, bis es dann wieder einmal zum schütten angefangen hat.
Am Abend wieder das gleiche Spiel, alle Pubs geschlossen, denn heute is ja Holi.
Der Regen hat leider nicht aufgehört, denn wenn es hier regnet, dann regnet es, ohne Pause. Also am Ostersonntag den gazen Tag nur Regen.
Am Ostersonntag sind wir zum Frühstück in ein nettes Lokal gegangen und ich habe dort versucht für uns, vier hartgekochte Eier, zum Eierpecken, zu organisieren. Als erstes wurde mir erklärt, dass geht nicht, denn es steht nicht auf der Karte und zweitens es ist auch kein Manager hier, der das entscheiden kann. Ich habe ich ihnen dann erklärt, dass wir Ostern haben und es bei uns so Tradition ist und wie man Eier kocht, dass hat dann funktioniert, wir konnten sie bestellen. Die Ironie der Geschichte ist aber, dass sie uns die Eier schon geschält gebracht haben, also nix mit pecken!!! Immer dann wenn man es nicht braucht, arbeiten sie mehr als man von ihnen verlangt, jaja so sind die Inder.
Den Rest vom total verregnetem Ostersonntag haben wir im Salar Jung Museum verbracht, dass aber wirklich gut war, ziemlich umfangreich.
Normalerweise ist bei jeden Hyderabadbesuch der Laad Bazar ein muss, denn dort bekommt Bangels (Armreifen) in allen Farben und Veriationen und er ist auch berühmt für die Perlen. Wir sind genau für eine viertel Stunde hin gefahren, denn im Regen, wenn überall das Wasser steht, weil es nicht mehr abrinnen kann, ist ein Bazarbesuch nicht unbedingt das lustigste, aber ich habe es trotzdem geschafft, mir schöne Bangels zu kaufenJ.
Die Nacht haben wir wieder im Zug verbracht und sind am Montag in der Früh wieder in VIT angekommen.