
Das letzte Wochenende war ich in Bangalore mit meinen französischen Freunden, Katy und Olivier, ich betone dies deswegen so besonders, denn wie ihr auf den Fotos erkennen könnts, schauen sie nicht wirklich so aus. Sie kommen von Reunion Island, ist eine kleine Insel neben Mauritius, mit ca. 800.000 Einwohnern. Die Ursprünge der Bevölkerung sind ziemlich bunt gemischt, man findet alle “farben“ vor, aber alle sind Franzosen und fühlen sich auch als solche. Speziell Olivier schaut ziemlich indisch aus und wird hier auch dementsprechend behandelt. Oft wird er in Tamil (= ist hier in Tamil Nadu die Landessprache) angesprochen oder wenn ich was in English frage, geben sie ihm in Tamil die Antwort. Aber leider muss er auch die negative Seite spüren, dass er ignoriert, oder auch übergangen wird. Hier in Indien ist es noch immer was spezielles, wenn man weiß ist, oder auch wenn man Weiße kennt und man kann fast überall die Veränderung merken, wenn sie mit einem sprechen. Warum ich das jetzt so besonders beobachten kann, liegt daran, dass ein Europäer, der mit allem was dazu gehört, als solcher aufgewachsen ist, das gleiche Leben wie wir gewohnt ist, auf einmal als nicht ein solcher behandelt wird und Olivier natürlich auch darüber spricht. Meine ganzen indischen Freunde, erwähnen diese Dinge nicht, denn sie sind damit groß geworden, für sie ist es normal. Wenn wir in einer Runde sitzen und man vorgestellt wird, kommen immer zuerst die “anders ausschauenden“ und dann die Inder, oder auch wenn wir zusammen sitzen und uns neue Leute beiwohnen, wird das Interesse sich mit Olivier zu unterhalten erst dann geweckt, wenn wir ihn als Franzosen vorstellen. Es ist trauig zu beobachten, wie wenig Respekt und Interesse sie an ihren eigenen Leuten haben und mit welcher Aufgeschlossenheit und Neugierde sie uns gegenüber treten. Aber das ist auch ein Grundcharakterzug der Inder, mit dem was er hat, zufrieden zu sein und gar nicht daran zu denken, über den Tellerrand zu blicken, also in dem Fall, Interesse an neuen Freunden zu haben, denn wer weiß, wer oder was sich dort verbirgt… ist auch einer der Hauptgründe warum sie nicht verreisen, denn wer weiß, was man dort zum essen bekommt und dann die Leute… und die Sprache, alles ganz anders… bitte nicht lachen, dass habe ich jetzt schon öfters zu hören bekommen, wenn sie so mitleidsergend festestellen, dass ich jetzt schon mehr von ihrem Land gesehen, habe als sie selber und ich sie darauf frage, warum sie denn nicht verreisen.
Als ich mit Jakob im Norden herum gereist bin, konnten wir auch das Negative des “weiß seins“ feststellen, denn teilweise sind wir uns wie Affen im Käfig vorgekommen, die überall hergezeigt werden, weil es ist ja ganz was besonderes ist, wenn man so “einen“ Gast hat. Ich möchte jetzt nicht undankbar klingen, denn alle Familien waren immer super lieb zu uns, aber viele der Besuche mussten wir wirklich nur aus diesem Grund hinter uns bringen, schnell hin fahren, Tee trinken und nach 10 Min wieder gehen… damit uns alle sehen können.
Die Inder sehen die Weißen als die Reichen, auf die sie aufschauen müssen und denen man Respekt entgegen bringen muss, sie feiern zwar am 15 August ihren Independence day, aber es wird noch etwas dauern, dass sie auch in ihren Köpfen frei werden… ich glaube auch ein Grund, warum man bei den Indern so ein unterschiedliches Behandeln untereinader feststellen kann, ist das Problem mit ihrem Kastensystem und sie so ihre eigenen Leute ja nicht einmal als Gleichwertig ansehen, bzw den gleichen Respekt entgegen bringen, denn was ist schon einige Reinigungskraft, die muss man nicht grüßen, wie soll es da jemals zu einer Gleichbehandlung zwischen weiß und indisch kommen…
…da wären wir wieder bei gleich und gleicher…
Ich bin nur froh, dass meine Freunde schon etwas weiter sind und es für sie keine Unteschiede zwischen weiß und indisch oder zwischen den Kasten, zumindest hier im Alltagsleben, gibt. Denn leider müssen sie sich viele ihren Familien anpassen und auch für sie ist eine Heiat zwischen den Kasten nicht möglich.
Als ich mit Jakob im Norden herum gereist bin, konnten wir auch das Negative des “weiß seins“ feststellen, denn teilweise sind wir uns wie Affen im Käfig vorgekommen, die überall hergezeigt werden, weil es ist ja ganz was besonderes ist, wenn man so “einen“ Gast hat. Ich möchte jetzt nicht undankbar klingen, denn alle Familien waren immer super lieb zu uns, aber viele der Besuche mussten wir wirklich nur aus diesem Grund hinter uns bringen, schnell hin fahren, Tee trinken und nach 10 Min wieder gehen… damit uns alle sehen können.
Die Inder sehen die Weißen als die Reichen, auf die sie aufschauen müssen und denen man Respekt entgegen bringen muss, sie feiern zwar am 15 August ihren Independence day, aber es wird noch etwas dauern, dass sie auch in ihren Köpfen frei werden… ich glaube auch ein Grund, warum man bei den Indern so ein unterschiedliches Behandeln untereinader feststellen kann, ist das Problem mit ihrem Kastensystem und sie so ihre eigenen Leute ja nicht einmal als Gleichwertig ansehen, bzw den gleichen Respekt entgegen bringen, denn was ist schon einige Reinigungskraft, die muss man nicht grüßen, wie soll es da jemals zu einer Gleichbehandlung zwischen weiß und indisch kommen…
…da wären wir wieder bei gleich und gleicher…
Ich bin nur froh, dass meine Freunde schon etwas weiter sind und es für sie keine Unteschiede zwischen weiß und indisch oder zwischen den Kasten, zumindest hier im Alltagsleben, gibt. Denn leider müssen sie sich viele ihren Familien anpassen und auch für sie ist eine Heiat zwischen den Kasten nicht möglich.
