Vor zwei Wochen war ich eine Woche in Delhi, denn die Schwester von Tisham hat geheiratet und sie haben mich dazu eingeladen und weil zu der Zeit bei mir auf der Uni nur Exams waren habe ich schon vorm Sommer beschlossen mir auch einmal eine Nordindien Hochzeit anzuschauen.
Es war genau die Woche in der am Samstag die 5 Bomben hoch gegagen sind, es hat so sein sollen, dass ich an diesem Tag nicht an einen dieser Plätze einkaufen war, denn ich habe am Freitag kurzfristig meine Pläne geändert und umgedreht…
Als ich Delhi angekommen bin, habe ich ausser Tisham niemand aus seiner Familie gekannt, was sich sehr rasch geändert hat, denn in kürzerster Zeit war ich wie ein Famileinmitglied aufgenommen und konnte so alle Bräuche in der Brautfamilie miterleben. Wie ihr aus meiner Betitelung erkennen könnt, ist die Familie vom Tisham nicht vom Nordpart, sondern von Bengauli – aus Koklkata, nur lebt jeder woanders, darum hat die Hochzeit in Delhi statt gefunden.
Die Hochzeit war eine “arranged“ marriage, aber der anderen Art, denn die Beiden Arpita und Saurabh kennen sich schon über ein Jahr und haben sich in der Zeit auch öfters getroffen, was normalerweise nicht sein darf. Die Beiden haben ihren Willen durchgesetzt und gemeint nach einem oder zwei Treffen können sie nicht sagen, ob das der Lebenspartner ist und dadurch, dass beiden Seiten liberale Eltern haben, war das kein Problem. Es war auch schön zu sehen, dass bei dieser Hochzeit, die Kasten keine Rollen spielen, denn Arpita kommt von einer niedrigen Kaste als Saurabh, er ist ein Brahmane.
Am ersten Tag hat die wirkliche Hochzeit stattgefunden, an diesem Tag wird alles von den Brauteltern organisiert und finanziert. Als ich am Vormittag in ihr Haus angekommen bin, war schon eine Puja (= Messe im Hinduismus) im Gange, bei der, für alle verstorbenen Familieangehörigen gebetet wird, aber auch für die Zukunft. In der Puja sind nur der Brautvater und die Arpita involviert. Währendessen ist im ganzen Haus Verwandschaft, die verköstigt und Unerhalten werden muss. Nach der Puja hat es eine Tamarindschlacht gegeben, Tamarindpulver wird mit Wasser vermischt und soll eigentllich nur der Braut ins Gesicht geschmiert werden, die sich natürlich wehrt und somit hat dann jeder die gelbe Farbe im Gesicht, war urlustig, alle wie kleine Kinder!
Nach dem obliagtorischen Mittagsschlaf, alle, egal welchen Alters, legen sich nieder und schlafen eine Stunde, ohne dem geht gar nichts. Und danach wurde es hektisch, denn die Braut musste hergerichtet werden, Saree, Haare, Schminke inklusive Gesichtsdeko, sehts ihr auf den Fotos ….
Auch ich habe diesmal wieder Saree getragen, diesmal konnte ich den Saree schon fast alleine herum wickeln, aber Gott sei Dank hat es ja genug Tanten im Haus gegeben, die mir dann doch ein bisschen geholfen haben. Dann ging es auch schon los, wir sind gemeinsam losgefahren zu der Marriage-hall, aber ohne Braut, denn die kommt zu letzt. Zur Erklärung hier in Indien gibt es eigene Hochzeitshäuser, die nur für die Zeremonien erbaut wurden und die man anmieten kann. Für das Essen und die Deko, die Blumendeko, die sie hier machen ist der Hammer, denn es werden Blumenketten aus reinen Blüten, die einzeln aufgefädelt werden, für die Autodekoration usw. gemacht, dass könnte bei uns keiner bezahlen und dann gibt es noch ein Catering Service, na ja und dann braucht man noch einen Priester.
Saurabh ist von Tisham’s Mama empfangen worden, denn sie muss ihn füttern und ihm was zu trinken geben, um ihm so Willkommen zu heißen. Dann nach etwas längeren warten, ist die Braut angekommen. Die Zeremonie findet so nebenbei statt, wie ich schon beim Robert in Bali erlebt habe, denn die ganze Verwandschaft, plauedert, ißt, trinkt, kümmert sich aber wenig über das eigentliche Geschehen. Der Trauungsakt selber ist nur ganz kurz, in dem vom Priester ein Band über beide Hände gelegt wird. Es gibt keinen Ringaustausch oder so, die Braut sollte nur ab diesem Tag einen weißen und einen roten Armreifen auf jeder Hand, als Symbol, dass sie verheiratet ist tragen. An diesem Tag schlafen Braut und Bräutigam auch noch getrennt, denn die Braut schläft zu Hause und auch der Bräutigam schläft bei seiner Familie. Erst am nächsten Tag wird die Braut am Abend vom Bräutigam und dessen Familie abgeholt. Dieser Akt ist total traugrig, vorallem für die Brautmutter. Denn bevor sie das Haus verlassen, findet in der Art eine Verabschiedung aus der Familie statt. Die ganze Familie der Braut muss dem Bräutigam was zu trinken und essen geben und beide segnen. Die Mama von Arpita war total am Ende, denn die Tradition sagt auch, dass die Braut erst wieder vier Tage später zu ihren Eltern kommen darf.
Dafür habe ich bei der Familie im Haus schlafen dürfen, denn ich habe aus dem Guesthouse aussiedeln müssen und bin so ins Haus von Tisham übersiedelt und habe dann aus Platzgründen mit einer Cousine und einer Tante im Bett geschlafen, was aber für mich kein Problem war, denn in der Hinsicht bin wie die Inder, die brauchen nur einen Platz zum hinlegen und das reicht ihnen auch schon zum schlafen, für viele Verwandte wurde einfach am Boden eine Matte ausgebereitet… nur zur Erkläfung die Unterbringungs- und Essenskosten der gesamten Sippschaft für die paar Tage, sind natürlich auch von den Brauteltern zu tragen.
Aber am dritten Tag findet ja noch Reception statt, die wird diesmal von der Bräutigamseite ausgerichtet und somit treffen sich wieder alle. Zu dieser Feier kommen wieder so 150 – 200 Gäste. Im Endeffekt nur eine Geschenkabgabe und es gibt wieder gutes non veg Essen, dass ist der große Unterschied zu Tamil Hochzeiten, denn hier gibt es nur vegetarische Thali’s (Thali ist das billigste und einfachste Essen) und im Norden gibt es auch non Veg. Gerichte, gutes Fischcurry, denn Fisch und Eier sind hier auch non Veg., Chicken und Mutton, in der verschiedensten Arten. Hier habe ich auch wieder einmal non Veg. gegessen, obwohl ich sonst in den 10 Monaten fast Vegetarier geworden bin, nicht aus Glaubensgrüden, sondern einfach weil es nicht schmeckt, die Qualität zu wünschen übrig lässt, vorallem beim Fisch und mir wahrscheinlich noch heißer wäre, als schon ohne Fleisch.
Sonst passiert bei der Reception nicht viel, ausser hunderte Fotosessions!
Dienstag, 16. September 2008
Montag, 8. September 2008
Geschichten aus dem Alltag: Kerala - Munnar

Also vorletzte Woche war Anne, nach 6 Monaten, wieder für 10 Tage in Indien. Der Grund war, einige wissen es schon, ein Inder, denn sie ist, kurz bevor sie abgeflogen ist, mit Shirish zusammen gekommen. Die beiden sind ein indisches Liebespaar, wo nicht viel passieren darf, denn Shirish kommt aus einer streng gläubigen Bramahnen Familie. So könnt ihr euch sicherlich vorstellen, ist die ganze Liebesgeschichte nicht unbedingt die einfachste und vorallem für Anne wirklich nicht leicht.
Ich war gemeinsam mit Anne, Shirish und Shambhu 4 Tage in Kerala unterwegs, aber diesmal nicht am Meer, sondern in den Bergen.
Ich kann nur sagen es war genial!!!
Wir sind als erstes nach Thekkady gefahren, mit dem Nachtzug nach Chochin, sind dort im strömenden Regen um 3:00 Uhr in der Füh angekommen, haben die Stunden bis zum ersten Bus, auf Grund des Regens, am Bahnhof verbracht und sind dann um 6:30 Uhr mit den ersten Bus weiter gefahren. Die Anreise hat weitere 6 Stunden gedauert, aber die Landschaft hat die lange Busfahrt entschädigt, denn wir sind die ganzen Zeit in den Bergen unterwegs gewesen – ich kann nur sagen ein Traum und man sollte Busfahrtauglich sein. Die indische Busfahrer geben nämlich nur Gas und hupen - gebremst wird es in der Kurve bzw. erst dann, wenn man vor einem anderen Fahrzeug steht. Teilweise echt der Hammer was die zusammen fahren und auf Grund der angenehmen Kurvenausfahrtechnik, wurde es Shambhu schon ziemlich mulimig im Bauch, aber er hat es, ohne einen Zwischenfall, gemeistert. In Thekkady haben wir in einem zwei Tage altem Hotel gewohnt, darum war auch noch alles schön sauber und wir mussten keine erste Grobreinigung, wie normalerweise, vornehmen, dass einzige Problem war das Warmwasser, dass hat noch nicht funktioniert, darum haben wir wieder einmal bei der Rezeption,vorm duschen, für einen Kübel warmes Wasser anfragen müssen. Ich glaube, ich werde mir in Österreich auch eine indische Dusche, Kübel und kleiner Schüttbehälter, zulegen, denn das werde ich sicher vermissen…
Ich glaube ich muss nicht betonen, dass ich mit Anne und Shirish und Shambhu in einem Zimmer geschlafen haben.
Thekkady liegt auf rund 2000m und hat ein “geniales“ Klima, wirklich angenehm kühl und ist der Ausgangspunkt für den Besuch im Periyar Nationalpark. Am ersten Tag haben wir auf dem See eine Rundfahrt, in der Hoffung die Wildelefanten zu sehen, aber leider, sie wollten sich nicht zeigen. Ich glaube aber, dass die Bilder reichen, http://picasaweb.google.com/kathik.india/Munnar#, damit ihr sehts wie traumhaft es war. Am nächsten Tag haben wir dann eine dreistündige Wanderung mit einem Guide vom Nationalpark durch den Regenwald gemacht – war super schön. Die ganzen Geräusche, die man im Zoo, im Regenwaldhaus von den Tonbändern kennt, einmal live zu hören und auch die Gerüche, wirklich, es war urbeeindruckend. Natürlich das tollste waren die Laguren Affen, die auf den Bäumen neben uns gesessen sind, sie so von Baum zu Baum schwingen zu sehen… war wirklich toll.
Anne und Shirish haben sich die ganzen Zeit, in jeder freien Minute, unterhalten, denn in diesen paar Tagen mussten irgendwie alle Lebensplanungsfragen abgeklärt werden, denn als wir am Sonntag zurück gekommen sind, waren bereits Shirish Eltern dort, um Anne kennnen zu lernen.
Am nächsten Tag sind wir weiter nach Munnar gefahren und sind in einem ganz netten Hotel “green view“, 400 IRP, pro Zimmer, untergekommen. Über die Inhaber haben wir für den nächsten Tag eine 5 Stunden Trekkingtour gebucht, Startzeit 5 in der Früh. Es war unglaublich, awsome wie die Inder sagen, wir sind von 1700 auf 2100 m geganen und das ganze oberhalb der Wolkengrenze. Die Landschaft - ein Traum, runderhum nur Teeplantagen, ganz verträumt. Für Shirish und Shambhu war es die erste Trekkingtour in deren Leben, denn die Inder sind nicht ubedingt die Bewgungsfreudigsten, für 10m nehmen sie sich schon ein Auto (=Rikschah), ich kenn zwar auch ein paar Österreich, die den Indern gleichen, aber trotzdem machen wir viel mehr Bewegung, als die hier. Liegt aber wahrscheinlich an dieser oargen Hitze, die wir hier ständig haben, da verlernt man sich zu bewegen, als Selbstschutz, zum überleben ;-)
Unsere beiden Indere waren auch die siebten die den Gipfel, in den letzen drei Jahren, erklummen haben! Shambhu hatte beim Abstieg so seine Problem, denn die Felsen waren ziemlich rutschig und so hat er ein paar echt geniale Stürze hingelegt, aber alle ohne Verletzungen.
War schön auch hier in Indien, eine kleine Bergtour gemacht zu haben und ich kann nur jedem raten, der “god owns country“ (=Kerala) besucht, sich auch ein paar Tage vom Meer zu trennen und sich diese Seite anzuschauen.
Am Sonntag als wir wieder in VIT angekommen sind, durfte ich beim ersten Treffen zwischen Shirish’s Eltern und Anne dabei sein – war echt ein Erlbenis. Nach kurzer Vorstellung, ca. 5 Minuten plaudern, haben die Eltern von Shirish gemeint dass sie sicher nicht die Ringe für die Hochzeit zahlen, dass soll sich jeder selber besorgen, Anne bekommt einen Saree und den Goldschmuck, aber der Rest muss von ihrer Seite aus kommen. Gleich im Anschluß wurde sie dann gefragt, ob es sie eh nichts gegen eine join-Familie hat, denn das ist hier so üblich und außerdem müsse sie ja noch viel lernen. Anne hat nur mal geschluckt und gemeint, dass wir in Europa nicht in Großfamilien leben und sie es nicht will. Damit war der Punkt mal fürs erste erledigt, kein Kommentar oder so.
Der nächste Punkt, den sie beantworten musste, war, ob sie ihr Leben lang auf Fleisch und Alkohol verzichten kann, denn das ist in deren streng gläubigen Bramahnen Familie nicht erlaubt. Wo ich dann einmal kurz eine Diskussion angefangen habe, denn ich verstehe bis jetzt nicht, warum sie darauf verzichten muss, denn sie kann weiterhin Christin bleiben, auch wenn sie heiraten, also nicht so wie du Robert, soll aber trotzdem nach den Regeln einer Bramahin leben. Die Eltern konnten mir keine wirkliche Antwort geben, sie haben nur gemeint, es ist halt so und ausserdem ist es viel gesünder.
Ich kann nur sagen, dieses erste Gespräch war ziemlich direkt, ohne lange blabla gleich drauf los, wie die Inder halt sind. Aber die Eltern von Shirish haben Anne sofort gern gehabt und sie haben sich alle gut verstanden.
Nach dem Treffen und den gemeinsamen Tagen ist noch gar nichts fix, wie es bei den Beiden weiter geht. Denn nach Shirish’s Plan und dem seiner Mutter, sollten sie so bald wie möglich heiraten, auf Grund des Ansehens der Familie. Anne hat aber öfters wiederholt, bevor Shirish nicht zumindest einmal für länger in Frankreich war, um auch ihre Familie und Kultur kennnen zu lernen, heiratet sie sicher nicht. Somit muss Shirish das jetzt seinen Eltern beibringen und hoffen, dass sie akzeptieren.
Anne ist auch bei dem zwar kurzem Besuch nach doch 6 Monaten klar geworden, dass sie hier in Indien nicht für immer leben kann, dieses unorganisierte, der Dreck, der überall ist, nicht wirkich frei, im Sinne, machen zu können, was man will, zu sein…
Die beiden sind ein echt liebes Pärchen und ich hoffe sie schaffen es, die ganzen Problemchen unter einem zu Hut zu bekommen, aber im Moment wissen sie noch nicht einmal, wann sie sich wieder sehen werden.
Ich war gemeinsam mit Anne, Shirish und Shambhu 4 Tage in Kerala unterwegs, aber diesmal nicht am Meer, sondern in den Bergen.
Ich kann nur sagen es war genial!!!
Wir sind als erstes nach Thekkady gefahren, mit dem Nachtzug nach Chochin, sind dort im strömenden Regen um 3:00 Uhr in der Füh angekommen, haben die Stunden bis zum ersten Bus, auf Grund des Regens, am Bahnhof verbracht und sind dann um 6:30 Uhr mit den ersten Bus weiter gefahren. Die Anreise hat weitere 6 Stunden gedauert, aber die Landschaft hat die lange Busfahrt entschädigt, denn wir sind die ganzen Zeit in den Bergen unterwegs gewesen – ich kann nur sagen ein Traum und man sollte Busfahrtauglich sein. Die indische Busfahrer geben nämlich nur Gas und hupen - gebremst wird es in der Kurve bzw. erst dann, wenn man vor einem anderen Fahrzeug steht. Teilweise echt der Hammer was die zusammen fahren und auf Grund der angenehmen Kurvenausfahrtechnik, wurde es Shambhu schon ziemlich mulimig im Bauch, aber er hat es, ohne einen Zwischenfall, gemeistert. In Thekkady haben wir in einem zwei Tage altem Hotel gewohnt, darum war auch noch alles schön sauber und wir mussten keine erste Grobreinigung, wie normalerweise, vornehmen, dass einzige Problem war das Warmwasser, dass hat noch nicht funktioniert, darum haben wir wieder einmal bei der Rezeption,vorm duschen, für einen Kübel warmes Wasser anfragen müssen. Ich glaube, ich werde mir in Österreich auch eine indische Dusche, Kübel und kleiner Schüttbehälter, zulegen, denn das werde ich sicher vermissen…
Ich glaube ich muss nicht betonen, dass ich mit Anne und Shirish und Shambhu in einem Zimmer geschlafen haben.
Thekkady liegt auf rund 2000m und hat ein “geniales“ Klima, wirklich angenehm kühl und ist der Ausgangspunkt für den Besuch im Periyar Nationalpark. Am ersten Tag haben wir auf dem See eine Rundfahrt, in der Hoffung die Wildelefanten zu sehen, aber leider, sie wollten sich nicht zeigen. Ich glaube aber, dass die Bilder reichen, http://picasaweb.google.com/kathik.india/Munnar#, damit ihr sehts wie traumhaft es war. Am nächsten Tag haben wir dann eine dreistündige Wanderung mit einem Guide vom Nationalpark durch den Regenwald gemacht – war super schön. Die ganzen Geräusche, die man im Zoo, im Regenwaldhaus von den Tonbändern kennt, einmal live zu hören und auch die Gerüche, wirklich, es war urbeeindruckend. Natürlich das tollste waren die Laguren Affen, die auf den Bäumen neben uns gesessen sind, sie so von Baum zu Baum schwingen zu sehen… war wirklich toll.
Anne und Shirish haben sich die ganzen Zeit, in jeder freien Minute, unterhalten, denn in diesen paar Tagen mussten irgendwie alle Lebensplanungsfragen abgeklärt werden, denn als wir am Sonntag zurück gekommen sind, waren bereits Shirish Eltern dort, um Anne kennnen zu lernen.
Am nächsten Tag sind wir weiter nach Munnar gefahren und sind in einem ganz netten Hotel “green view“, 400 IRP, pro Zimmer, untergekommen. Über die Inhaber haben wir für den nächsten Tag eine 5 Stunden Trekkingtour gebucht, Startzeit 5 in der Früh. Es war unglaublich, awsome wie die Inder sagen, wir sind von 1700 auf 2100 m geganen und das ganze oberhalb der Wolkengrenze. Die Landschaft - ein Traum, runderhum nur Teeplantagen, ganz verträumt. Für Shirish und Shambhu war es die erste Trekkingtour in deren Leben, denn die Inder sind nicht ubedingt die Bewgungsfreudigsten, für 10m nehmen sie sich schon ein Auto (=Rikschah), ich kenn zwar auch ein paar Österreich, die den Indern gleichen, aber trotzdem machen wir viel mehr Bewegung, als die hier. Liegt aber wahrscheinlich an dieser oargen Hitze, die wir hier ständig haben, da verlernt man sich zu bewegen, als Selbstschutz, zum überleben ;-)
Unsere beiden Indere waren auch die siebten die den Gipfel, in den letzen drei Jahren, erklummen haben! Shambhu hatte beim Abstieg so seine Problem, denn die Felsen waren ziemlich rutschig und so hat er ein paar echt geniale Stürze hingelegt, aber alle ohne Verletzungen.
War schön auch hier in Indien, eine kleine Bergtour gemacht zu haben und ich kann nur jedem raten, der “god owns country“ (=Kerala) besucht, sich auch ein paar Tage vom Meer zu trennen und sich diese Seite anzuschauen.
Am Sonntag als wir wieder in VIT angekommen sind, durfte ich beim ersten Treffen zwischen Shirish’s Eltern und Anne dabei sein – war echt ein Erlbenis. Nach kurzer Vorstellung, ca. 5 Minuten plaudern, haben die Eltern von Shirish gemeint dass sie sicher nicht die Ringe für die Hochzeit zahlen, dass soll sich jeder selber besorgen, Anne bekommt einen Saree und den Goldschmuck, aber der Rest muss von ihrer Seite aus kommen. Gleich im Anschluß wurde sie dann gefragt, ob es sie eh nichts gegen eine join-Familie hat, denn das ist hier so üblich und außerdem müsse sie ja noch viel lernen. Anne hat nur mal geschluckt und gemeint, dass wir in Europa nicht in Großfamilien leben und sie es nicht will. Damit war der Punkt mal fürs erste erledigt, kein Kommentar oder so.
Der nächste Punkt, den sie beantworten musste, war, ob sie ihr Leben lang auf Fleisch und Alkohol verzichten kann, denn das ist in deren streng gläubigen Bramahnen Familie nicht erlaubt. Wo ich dann einmal kurz eine Diskussion angefangen habe, denn ich verstehe bis jetzt nicht, warum sie darauf verzichten muss, denn sie kann weiterhin Christin bleiben, auch wenn sie heiraten, also nicht so wie du Robert, soll aber trotzdem nach den Regeln einer Bramahin leben. Die Eltern konnten mir keine wirkliche Antwort geben, sie haben nur gemeint, es ist halt so und ausserdem ist es viel gesünder.
Ich kann nur sagen, dieses erste Gespräch war ziemlich direkt, ohne lange blabla gleich drauf los, wie die Inder halt sind. Aber die Eltern von Shirish haben Anne sofort gern gehabt und sie haben sich alle gut verstanden.
Nach dem Treffen und den gemeinsamen Tagen ist noch gar nichts fix, wie es bei den Beiden weiter geht. Denn nach Shirish’s Plan und dem seiner Mutter, sollten sie so bald wie möglich heiraten, auf Grund des Ansehens der Familie. Anne hat aber öfters wiederholt, bevor Shirish nicht zumindest einmal für länger in Frankreich war, um auch ihre Familie und Kultur kennnen zu lernen, heiratet sie sicher nicht. Somit muss Shirish das jetzt seinen Eltern beibringen und hoffen, dass sie akzeptieren.
Anne ist auch bei dem zwar kurzem Besuch nach doch 6 Monaten klar geworden, dass sie hier in Indien nicht für immer leben kann, dieses unorganisierte, der Dreck, der überall ist, nicht wirkich frei, im Sinne, machen zu können, was man will, zu sein…
Die beiden sind ein echt liebes Pärchen und ich hoffe sie schaffen es, die ganzen Problemchen unter einem zu Hut zu bekommen, aber im Moment wissen sie noch nicht einmal, wann sie sich wieder sehen werden.
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