Montag, 25. Februar 2008

Geschichten aus dem Alltag: Kerala


Wie ihr ja alle mitbekommen habts, haben mich meine Eltern hier auf der UNI besucht, das lustigste und skurrilste mal gleich vorweg, Papa hat nicht ins Hostel hinein dürfen!!! Es herrscht hier wirklich ein absolutes Männerverbot!!! Ich habe an das gar nicht gedacht, bin halt mit meinen Eltern durch den Campus und dann zu meinem Hostel marschiert und auch einfach hinein gegangen, wo uns dann mal gleich der Security zurück gepfiffen und uns zu meiner “Warden“ geschickt hat, die uns dann erklärt hat, es ist für Männer verboten, das Hostel zu besuchen, so ruhig und verdutz drein schauen, habe ich meinen Papa noch nie gesehen!
Die Eltern haben hier in VIT einen Tag und eine Nacht verbracht und am nächsten Tag sind wir mit dem Nachtzug nach Kerala, nach Varkala, eigentlich sollte ich den Namen gar nicht nennen, damit keiner von diesem wunderschönen, noch ruhigen Plätzchen erfährt, gefahren. Wir haben die Zugfahrt genossen, war ja das erste Mal für die Eltern, ausser, dass wir uns vorgekommen sind wie einer Tiefkühltruhe, denn wir sind in der 2’ten Klasse A/C gefahren und in der Nacht haben sie die Klimaanlage auf, ich weiß nicht wie viel Grad, runter gedreht, war echt der Hammer. Also tiefgefroren und damit wirklich frisch sind wir dann in Varkala angekommen. Wir haben in einem schönen Hotel, für mich seit langem wieder einmal ein “normales“ Hotel gewohnt, muss aber zugeben, ich habs genossen.
Kerala ist der einzige Bundesstaat mit keinen Analphabeten und auf Grund der vielen Flüsse, ist alles grün und auch bewirtschaftet, alleine diese beiden Aspekte machen Kerala zu was ganz besonderem. Man merkt es irgendwie sofort, es herrscht so eine angenehme Stimmung, man sieht fast keine Bettler, und alles ist einfach wunderschön grün und blühend. Varkala ist noch so ein kleiner Geheimtipp, also nicht weitersagen und die meisten Leute kommen hier her, um Yoga oder Ayuverdische Behandlungen zu machen, das wiederum hat den Vorteil, dass die Touristen alle sehr angenehm sind und eine, zumindest habe ich es so empfunden, ruhige, total entspannte Atmosphäre herrscht. Die Ortschaft ist auf Klippen gebaut, darum muss man zwar zum Meer runter gehen, aber dafür hat man am Abend, wenn man in eines der vielen, wirklich total netten, Lokale Essen geht, einen genialen Ausblick.
Wir sind dann nach einem halben Tag ausspannen am Meer, mit genialen Wellen, am nächsten Tag weiter, um die Backwaters zu sehen. Die Backwaters sind ein verzweigtes Netz aus Lagunen, Seen und Schwemmland, teilweise künstlich angelegt und ist für die Einheimischen eine wichtige Verkehrsader. Wenn man mit einem Boot so ganz langsam durchfährt, kommt man sich vor, wie in einem Märchen, die Palmen links und rechts, die ganzen Kanäle sind komplett verwachsenen, dazwischen tauchen immer wieder kleine Häuschen, in den kreativsten Farben von pink über orange, auf, man kann die Leute bei ihrem alltäglichen Leben beobachten, beim Wäsche waschen usw. ... ich glaube ich brauch nicht mehr sagen, oder, ihr könnts euch vorstellen, dass meine Eltern und ich diesen ganzen Tag auf den Backwaters wirklich genossen haben. Wir sind jetzt nur mit einem großen Boot durchgefahren, aber man kann sich auch urschöne Hausboote ausborgen und für zwei – drei Tage dieses Märchen genießen, dafür hat leider unsere bzw meine Zeit nicht gereicht.
Den Abend und die Nacht haben wir in Kochi, einer alten Portugiesischen Küstenstadt verbracht. Das Städtchen gilt als eines der Schönsten im Süden und ich kann diesem Ruf nur zustimmen, ist wirklich urnett, ein schöner Hafen, der vor allem für seien Fischernetz bekannt ist (obwohl wir diese, hier so berühmten Netze auch auf der alten Donau haben), ein total nettes Judenviertel, viele enge verwinkelten Gassen, der ersten europäischen Kirche in Indien, war ja ein muss, für alle die meinen Vater kennen (kein Urlaub ohne Kirchenbesichtigungen J) und das wirklich angenehmste, keine Bettler, war auch für mich das erste Mal, hier in Indien. Meine Eltern waren überrascht über dieses neue Indien, denn nach dem Norden, ist es wie tausend und eins, so ein Städtchen zu sehen, gemütlich durch die Gassen spazieren zu können, mit netten Lokalen und Geschäften, aber jetzt wissen sie wenigstens auch, was ich meine, wenn ich sage, Indien und die tausend verschiedenen Gesichter, denn man kann nicht sagen, dass ist typisch und das nicht – alles zusammen macht Indien zu dem was es ist. Den letzten halben Tag haben wir dann wieder in V..., sonst sage ich den Namen zu oft und ihr merkts ihn euch vielleicht noch, verbracht und dann habe ich wieder zurück müssen, zu meinen Studenten, die Eltern haben noch fünf Tag Kerala mit Ayuverda Behandlung genossen.

Montag, 11. Februar 2008

Geschichten aus dem Alltag: Heiraten - Verheiraten

Mir wurde berichtet, hier in Indien werden ca. 80 % der Hochzeiten arrangiert. Das bedeutet, dass sich die Eltern, wenn ihre Kinder im richtigen Alter sind, nach einem passenden Partner umschauen, muss ja aus der gleichen Kaste kommen und auch sonst entsprechen. Danach wird den Kindern als erstes ein Foto gezeigt, wenn das ok ist, wird ein Treffen vereinbart, natürlich im beisein der ganzen Familie, wo sich die Beiden kennen lernen dürfen, könnts euch ja vorstellen, wie gut das funktioniert, wenn dreißig neugierige Ohren runderherum sitzen. Und nach diesem Treffen heißts „So meine Liebe ..., so meiner Lieber, jetzt musst du dich entscheiden“. Sie müssen also wirlich nach diesem einem Treffen ihr Zukunft entscheiden, will ich ihn oder sie heiraten ja oder nein.Auf die Frage, ob die Eltern ein nein akzeptieren, bekam ich immer ein ja als Antwort, somit haben sie zumindest wirklich die Wahl zu entscheiden. Kurze Zeit darauf, ein paar Wochen später, wird die Verlobung bekannt gegeben und danach gleich der Hochzeitstermin. In der Zeit können sie sich aber sehr wohl treffen, telefonieren oder SMS (ist hier so billig, dass fast jeder nur mit SMS kommuniziert, sie chatten teilweise stundenlang mit dem Handy, so nebenbei, Handy versteht hier keiner, ich muss jetzt mobile sagen, oarg oder, da verwenden wir mal ein englisches Wort und dann – versteht uns keiner). Ihr könnt mir glauben, dass rennt hier wirklich so ab, auch wenn es für uns unglaublich klingt, für die Inder ist er vollkommen normal, man versteht auch nicht, wie ich nur noch nicht verheiratet sein kann, wenn meine Schwester schon ein Kind hat, denn hier wird das älteste Kind als erstes verheiratet. Sofi, Kollegin, die mit mir im Büro sitzt, ist im Jänner so verheiratet worden, sieht es aber als ganz normal, wobei ich ihren Mann auch bereits kennen gelernt habe und festgestellt habe, die Beiden sind wirklich für einander bestimmt, sie hat also wirklich Glück gehabt. Ein anderer Kollege von mir, hat am Samstag geheiratet und hat seine Frau im Dezember kennen gelernt ... Kathi, wir heiraten zuerst und lernen uns dann kennen und lieben und bleiben aber auch dann ein Leben lang zusammen, war die Antwort von Geetha einer Freundin und Kollegin von mir, ihr könnt selber wählen, lernt euch kennen, dann lieben, heiratet und lasst euch aber dann auch wieder scheiden, obwohl ihr euch den Partner selber ausgewählt habts. Die Hochzeit von Bala, so heißt der Bräutigam, war auch eine arrangierte, obwohl er acht Jahre in Deutschland gelebt hat, ist er jetzt zum heiraten zurück gekommen und geht aber wieder mit ihre gemeinsam nach Deutschland zurück. Man muss diese Tatsache nicht erfragen, denn man kann es ganz einfach am Umgang des Brautpaares miteinander erkennen. Professor Bala habe ich hier kennen gelernt, denn er ist der Verbindungsmann zwischen der Uni Vit und Hannover und hat hier in VIT seine Zeit vor der Hochzeit verbracht und uns so kennen gelernt und auch gleich eingeladen. Zu einer Hochzeit werden so ca. 500 Leute eingeladen und es auch kein Problem, wenn man einfach ein paar Freunde mitbringt.Die Zeremonie selber, also die Heirat selber, hat in der Früh um 8:30 angefangen und ca. 2 Stunden gedauert. Bei dieser Zeremonie ist der Hauptakt die Überreichung der “Thali“ vom Bräutigam and die Braut, ist eine goldene Kette mit einem speziellen Anhänger und das Zeichen, dass eine Frau verheiratet ist, die Kette wird normalerweise nicht mehr runter genommen. Daneben werden dauernd irgendwelche Gebete in Hindi gesprochen, klassische Musik gespielt, hunderte Leute betreten den Raum und verlassen ihn auch wieder, jeder plaudert und ab und zu schaut man mal auf die Bühne, was gerade passiert, das war so ungefähre Stimmung während der Zeremonie im Hauptraum. Ah ja ganz wichtig, die Hochzeiten finden in Indien, in einer “Wedding hall“ statt, kostet ziemlich viel Geld diese anzumieten und sind nur fürs heiraten erbaute Gebäude.Gleich nach der Überreichung der Thaali rennen ungefähr 50 Menschen gleichzeitig auf die Bühne um dem Brautpaar zu gratulieren und ein Foto zu machen, dass ist ganz wichtig, jedes Brautpaar bekommt ca. 3 Fotoalben über die Hochzeit, von professionellen Fotografen, mit allen Leuten und den ärgsten – kitschigen Hintergründen – das einzige was fehlt, ist eine Schneelandschaft J. Nach der Geschenküberreichung und Gratulation gibt es Mittagessen, ein einfaches “Meal“, auf einem Bananeblatt werden die verschiedenste Gerichte serviert. Dann gibt es eine Pause, bei uns bis 18:00 Uhr, ist aber normal, gibt es bei jeder Hochzeit.Wichtig ist auch, dass man dann beim zweiten Teil der Hochzeit, ein anderes Gewand anziehen sollte, uns hat das natürlich keiner gesagt, weil es ja logisch ist und darum habe ich dann mit meiner Jean gehen müssen. Der zweite Teil ist eigentlich nur noch einmal eine Gratulation, es kommen teilweise wieder andere Leute und es gibt ein Abendessen. Es wurden natürlich wieder hunderte Fotos gemacht und es hat nebenbei live gespielte klassische Musik gespielt, aber es gibt keinen Tanz. Die Gratulation findet auch in einem anderen Raum als das Dinner statt, dass übrigens ein Stehbüfette war, ich bin nur froh, dass ich jetzt wirklich schon einwandfrei mit den Fingern essen kann, komisch, wenn man an unsere Tafeln und feiern denkt, die Organisation der Sitzordnung, des Tischschmuckes, all das ersparen sich die Inder, sehr gscheit. J Die Braut und der Bräutigam waren für diesen Teil auch anders gekleidet, bei diesem Abschnitt tragt die Braut ihren eigen ausgewählten Sari, denn beim ersten Teil, muss sie den ihrer Schwiegermutter tragen.Wir sind dann gleich nach dem Dinner wieder mit dem Bus zurück nach Vellore gefahren, haben aber vorher noch unser Gastgeschenk, eine Kokosnuss in einer bedruckten Stofftasche bekommen. War ein tolles Erlebnis, all diese Leute und die Farben zu sehen, auch die Stimmung beim Festakt zu spüren, aber irgendwie war es nicht so festlich wie bei uns oder auch in Bali beim Robert, für mich hat einfach was gefehlt, das gmiatliche :-)

Freitag, 8. Februar 2008

Geschichten aus dem Alltag: MUMBAI


Mumbai eine Stadt mit 16 Mill. Einwohnern, die Zweitgrößte in Indien. Ich gebs zu, ich bin mit gemischten Gefühlen hingeflogen, ich habe mich wirklich auf das Schlimmste gefasst gemacht, Menschenmassen, Dreck, Gestank, extremste Armut,...
Muss aber gleich einmal vorweg zugeben, ich war sehr positiv überrascht, ok ich bin nicht in den Slums gewesen, aber ich muss mir ja nicht nach der kurzen Zeit, Indien vermiesen, denn ich glaube ich ertrage viel, aber das wäre eine Nummer zu hart für mich. Es ist schon schlimm genug, die Menschen bzw. die Familien am Gehsteigen schlafen zu sehen und ständig ausweichen zu müssen, mir krampfts jedesmal den Magen zusammen, aber leider, das wird man in ganz Indien sehen.
Übrigens falls es euch interessiert, Mumbai heißt jetzt nicht mehr Bombay, weil die Inder ihren Städten die ursprünglichen Namen wieder zurück geben, sprich die sie vor den Engländern hatten, wie auch Chennai, ehemalige Madras usw..

Die Anreise war diesmal um einiges angenehmer, denn wir, Anne und ich, sind über Chennai geflogen, und nach Chennai braucht man nur drei Stunden Busfahrt, somit sind wir um 4:00 in der Früh von Vellore los und waren um 12:00 in Mumbai, Flugzeug hatte Verspätung, ist normal, hier ist eigentlich nichts pünktklich.
Wir haben in einem netten kleinem, sauberen Hotel neben dem Victoria Bahnhof gewohnt, 800 Rps (14 EUR)fürs Zimmer, im üblichen indischen lowcost Standard, zwar mit Badezimmer, aber ohne europäischer Dusche, ohne Warmwasser, das Hand- und das Leintuch ist selber mitzubringen.(Lein- und Handtuch ist Grundausstattung, wenn man in Indien billig reisen möchte).
Wenn man sich in der Früh duschen will, fragt man einfach nach heißem Wasser, man bekommt einen Kübel voll, mischt sich dann das Wasser auf die gewünschte Temperatur und duscht sich dann mit einem kleineren Behälter ab. Klingt jetzt vielleicht etwas oarg, aber man kann sich ehrlich damit genauso gut waschen und verbraucht sicher nur ein Drittel Wasser, wie beim normalen duschen.
Der erste Eindruck als wir vom Flughafen ca. eine Stunde in die Stadt gefahren sind, war gemischt, denn auf der einen Seite, die riesigen Hochhäuser und auf der anderen Seite die Gehsteige voll mit den Behausungen von Familien. Ich habe auch gleich am Anfang beobachten können bzw. müssen, wie eine Leiche, von einem auf der Strasse lebenden Menschen, mit einem Leintuch zugedeckt, gerade davon getragen wurde. Es war ganz ein eigener Anblick, mit einem komischen Gefühl im Bauch ...
In Mumbai sind keine Rikschas erlaubt, darum bin ich wieder einmal seit langem mit einem Auto gefahren, ist natürlich auch nicht so billig wie die Rikschas.
Wir haben natürlich uns gleich die typischen Sehenswürdigkeiten, wie das Gateway of India und das genau gegenüberliegenden berühmte Taj Mahal Hotel. Nur so eine kleiner Erklärung nebenbei, das Hotel ist eines der teuersten in ganz Indien und wurde von einem indischen Geschäftsmann erbaut, als ihm der Zutritt in ein Luxusklasse, mit der Erklärung, er ist kein “foreigner“, verweigert wurde.
Die Gegend um das Gateway nennt sich Colaba und ist so das typische Touristenviertel, aber sehr nett, mit einigen wirklich netten Lokalen, so Art Pubs, mit guter englischen Musik und natürlich, dreimal dürfts ihr Raten, ja genau richtig, einem gutem Bier!!! Ich bin aber gleich am ersten Tag eingefahren, denn als ich mir ein Bier bestellen wollte, wurde mir erklärt, nein heute nicht, denn am 30. Jänner ist der “dry day“. Ok, was ist bitte der “Dry day“, war mal mein erster Gedanke, aber dann hat man uns aufgeklärt, am 30. Jänner wurde Mahatma Gandhi erschossen und darum wird er als der „dry day“ bezeichnet. Unser dinner haben wir in einem wirklich genialen Lokal gegessen, muss man einfach besuchen, wenn man in Mumbai ist, es nennt sich und ist nur am Abend offen. Ab 19:00 werden die Griller angeheizt und die Tische aufgestellt. Das Restaurant besteht eigentlich nur aus einer Hütte, so wie bei uns ein Würstelstand, in der alles gegrillt wird, daneben werden die Rotis, so ähnlich wie Chiapati, heraus gebacken und damit hat es sich auch schon wieder. Die Tische werden einfach auf dem Gehsteig aufgestellt und es gibt ein leeres Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite, in dem man auch sitzen kann, wirklich ganz urig und Anne und ich waren die einzigen Weißen. Es ist aber in ganz Mumbai bekannt und wenn irgendwer Wichtiger kommt, fahren sie mit dem Auto vor, steigen aber nicht aus und Essen im Auto! Man ist dort wirklich geniales “chicken tikka“ und ganz ein flaumiges “paneer tikka“.
Natürlich haben wir uns auch die kleine Insel namens “Elephanta Island“ angeschaut, ist bekannt für ihre Höhlentempel, sind wirklich schön und noch recht gut erhalten, verwunderlicher Weise. Bei der Rückfahrt mit dem Boot hatten wir relativ starken Wellengang, sodass wir alle schön durchgeschüttelt wurden, denn wir sind mit der billigen Variante, in der normalerweise nur Einheimische fahren, unterwegs gewesen und somit war es nur ein sehr kleines Schiff, in dem man wirklich jede Welle schön spürt, war aber lustig!
Am Abend war ich dann echt überrascht, denn wir sind zum Meer gegangen und dort habe ich eine richtige Skyline zu Sehen bekommen. Die Küste ist U-förmig und auf der gegenüberliegenden Seite war das teure Viertel mit allen möglichen Bürokomplexen zu sehen. War echt ein schöner Ausblick, vor allem habe ich mir Mumbai wirklich nicht so modern vorgestellt.
Ja und dann kam der Tag, der ganz besondere Tag in Mumbai, denn wir sind zu einer Filmproduktion gefahren. Wir sind zwar erst am Abend abgeholt worden, so dass wir unter Tags uns noch die schönen Märkte, vor allem der Silkmarket ist echt der Hammer, könnte man sich zum Idioten kaufen, so tolle Farben und Stoffe, angeschaut haben. Die Preise sind zwar schon etwas teurer, es war aber einfach toll all diese Materialien zu sehen und ich liebe ja das Treiben bzw. einfach die Stimmung die auf jedem Markt herrscht.
Ja und dann ging es los. Ich habe schon von Vellore aus einen Typen ausfindig gemacht, der Weiße nach Bollywood bringt, so eine Art Castingargentur und über ihn haben wir diese Möglichkeit bekommen: ein Film shooting, inklusive An- und Abreise, Essen, Trinken und 500 Rps zu besuchen. Wir haben uns um 17:00 Uhr getroffen und sind dann mit dem Zug gefahren, wobei wir das einzigartige Spektakel des Zugfahren in Mumbai, erleben durften, wirklich ein Erlebnis. Man muss sich vorstellen, es gibt dort eigene Abteile bzw. pro Zug Eines, nur für Frauen, wenn ein Zug einfährt stürmen sie, wie wenn sie um ihr Leben rennen müssten, in den Zug, sodass teilweise ein Aussteigen unmöglich ist, echt oarg das zu beobachten bzw auch mitmachen zu müssen. Nur zum Verständnis, es gibt nicht die Möglichkeit zusammen in einem Abteil zu sitzen bzw. stehen, vor allem nicht während der Stosszeit, denn es ist echt hart, überhaupt einsteigen zu können.(die HTL Busaktion am Samstag war dagegen wirklich nichts!!!) Also, nach Quetschkur sind wir dann am Drehort angekommen, es war ein kleiner Bungalow, vor dem, im Freien, eine Partyszene, für eine sehr bekannte Serie aufgenommen wurde, also nix mit Bollywood. Aber egal, denn es ging ja nur um den Spaß und sehen werden uns so wahrscheinlich sogar mehr Inder, denn die Serie ist so berühmt wie bei uns Reich und Schön oder so. Die Aufnahmen waren im Freien, was echt der Hammer war, denn es hat bis 6:00 in der Früh gedauert und in Mumbai war es wirklich kalt, wir haben ziemlich gefroren. Ich weiß jetzt eins, der Film ist nicht meins, ich bleibe beim Theater, denn da muss man wirklich was spielen und nicht alles 100 mal wiederholen, bis es endlich passt. Was total lustig zu beobachten war, waren die Schauspielerinnen, denn die haben wirklich alle zwei Minuten “Make up“ gerufen, dann sind so kleine Inder daher gewatschelt und sie haben ihr Puder oder was weiß ich, ausgebessert, vollkommen unnötig bei 2cm Make up, aber bitte. Leider war natürlich auch nicht einer der berühmten “Khan’s“ dabei, somit wieder nix! Ich bin wirklich ziemlich enttäuscht, dass ich nicht nach Bollywood gekommen bin, denn da soll sich gerade JOHNNY DEPP für Dreharbeiten zu einem der neuesten Bollywood Filme befinden - stellts euch bitte vor, Kathi K und Johnny im gleichen Film ... ok ok Träumen wird man noch dürfen J !!!
War eine wirklich witzige Erfahrung, mit urlustigen Leuten, gehört irgendwie zu dieser Stadt dazu!Mumbai ist eine wirklich nette Stadt mit freundlichen Indern, die sogar ein “nein“ akzeptieren und man auch bedenkenlos am Abend auf der Strasse gehen kann, man trifft sogar auf Inderinnen, die am Abend fortgehen, ein sozusagen “normales“ Leben führen können.